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Alemannia - FH Hafnarfjördur 0:0 am 30. September 2004

  • UEFA-Pokal KO-Runde - Saison 2004/2005 - 2. Spieltag
  • Hinspiel FH Hafnarfjördur - Alemannia Aachen 1:5
  • Datum: Donnerstag 30.09.2004  - 20:00 Uhr
  • Zuschauer: 21.704 (davon ca. 20 aus Island)
  • Wetter: heiter bis wolkig, 15°
  • Schiedsrichter: Alexandru Dan Tudor

 

  • Vereinswappen Alemannia Aachen Alemannia Aachen
  • Vereinswappen Alemannia Aachen FH Hafnarfjördur

 

Alemannia ist für die zweite Runde qualifiziert

 

Ohne Experimente hatte Cheftrainer Dieter Hecking seine Mannschaft nominiert, ließ lediglich Sergio Pinto wegen dessen Muskelverhärtung pausieren und setzte in der Abwehrkette von Beginn an auf den in der Meisterschaft gesperrten Stefan Blank.

Mit dem beruhigenden Vier-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel im Rücken, setzte Alemannia an diesem Abend nicht alles auf eine Karte, sondern beschränkte sich in der Anfangsphase zunächst damit, das Spiel zu kontrollieren. Dem isländischen Meister - und damit Teilnehmer an der Champions League Qualifikation im nächsten Jahr - merkte man an, dass er sich nicht noch einmal so überraschen lassen wollte wie vor 14 Tagen in Reykjavik. FH Hafnarfjördur spielte aus einer verstärkten Abwehr und neben einer Vier-Abwehrkette sorgten zusätzliche Verstärkungen auf den Außenbahnen dafür, dass das gefährliche Flügelspiel der Alemannia diesmal nicht so zum Tragen kam.

Zum ersten Mal in die Offensive gingen die Gäste dann um die 22. Minute herum, als die Mannschaft von Trainer Olafur Johannesson eine Eckballserie hinlegte und spätestens jetzt zeigte, dass sie keineswegs gewillt war, nur als Statist an einer Alemannia UEFA Cup Fete teilzunehmen. Fast 22000 Zuschauer - mehr als das Fassungsvermögen des Tivoli !! - waren ins RheinEnergieStadion gepilgert und hatten nach einer halben Stunde erstmals den Torschrei auf den Lippen. Aus gut dreißig Metern hatte Stefan Blank das Leder ans Lattenkreuz genagelt.

Nur wenige Minuten später flog Erik Meijer mit dem Kopf haarscharf an einer Scharping-Flanke vorbei und kurz vor der Pause zeigte auch der Gast, dass er die Reise nach Deutschland keineswegs nur als Saisonabschlussfahrt betrachtete. Björnsson hatte sich schön durchgesetzt, traf dann aber vom 16er nur den rechten Pfosten.

Mit einem 0:0 ging es in die Pause, der Einzug in die nächste Runde war näher gerückt. Unverändert kamen die Mannschaften aus den Kabinen, das Spiel verlagerte sich jetzt aber immer mehr in die Hälfte der Gäste. Den Schwarz-Gelben war der Wille anzumerken, auch das Rückspiel zu gewinnen. "Das war nicht nur ein besseres Trainingsspiel", meinte später Alexander Klitzpera, "die Jungs aus Island haben richtig Gas gegeben und wollten mindestens ein Unentschieden erreichen. Hinzu kam der tiefe Boden, sodass wir richtig arbeiten mussten." Doch was im Hinspiel noch perfekt gelang, wollte heute einfach nicht klappen, die Chancenverwertung. Ein Kopfball von Kai Michalke (57.) aus vier Metern Entfernung landete in den Armen des sicheren Keepers Larusson, ein weiterer Kopfball, diesmal von Florian Bruns nach einer Michalke-Ecke - kratzte Brett von der Linie (72.) und zwei Chancen Reiner Plaßhenrich in der 79. und 91. Minute waren ganz große Möglichkeiten, das Resultat wieder genauso deutlich werden zu lassen wie im Hinspiel.

Dass keine Tore fielen, nahmen die meisten Fans ihrer Mannschaft an diesem Abend aber nicht übel, zu groß war einfach die Freude über das erste UEFA Cup Heimspiel der Alemannia und das sichere Weiterkommen. Die europäische Fußballbühne wird jetzt also noch bis mindestens Dezember weitere Partien der Alemannia erleben und auch das RheinEnergieStadion, das sich als toller Austragungsort für ein Europapokalspiel präsentierte, sieht noch mindestens zwei weitere Heimspiele der Schwarz-Gelben. Alemannia Aachen hat sich mit Mannschaft und Fans wohlgefühlt und alle werden gerne wiederkommen.


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